High Five!

Meine fünf Favoriten

 

Bei Fünf fällt mir erstmal gar nichts ein. Sie ist nicht so eingängig wie die 1, die 3, die 7 oder die 10. Keine fünf Musketiere, keine fünf Samurai, keine Fünfeinigkeit. Die Fünf ist zurückhaltend, mehr etwas für den zweiten Blick. Und dann kommen sie langsam um die Ecke: die fünf Freunde, Chanel No. 5, die fünf Bücher Mose.

 

Hier meine fünf Favoriten:

 

  • „Take 5“ – so lässig war Jazz vorher und nachher nie wieder. Dave Brubeck sei Dank.
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  • Die fünf Sinne: Erst Aristoteles unterschied Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Gut, wenn man sie beieinander hat und genießen kann.
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  • Die fünf Akte: Horaz schuf die Dramaturgie für das griechische Theater. Langsamer und differenzierter als „Rise and Fall“. Funktioniert bis heute.
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  • Der Libero: Franz Beckenbauer hat die „5“ im Fußball für immer geprägt. Heute trägt der letzte, freie Mann die „1“.
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  • In der Fibonacci-Folge steht die Zahl 5 an fünfter Stelle. Unverzichtbar für den goldenen Schnitt und viele Wachstumsmuster in der Natur.

 

Die Fünf versteht sich auf Ästhetik: Sie hat Schwung und Haltung. Stolz steht sie in der Mitte der einstelligen positiven Zahlen. Sie ist die kleinste Primzahl, die sich aus der Summe aller anderen Primzahlen bildet, die kleiner sind als sie selbst. Die Fünf ist aufrecht, verbindet gerade Linien mit Ecken und Kurven. Wer schnell schreibt, macht daraus gerne ein „S“. Dabei sind es gerade die Ecken und Kanten, die ihr Charakter verleihen. Die Lateiner machten daraus ein „V“, die Engländer das Zeichen für den Sieg. Die Vulkanier kamen erst später.

 

High Five!

 

 

(Bildquelle: www.geeksforgeeks.org)