Blog-Beitrag

Bild eines digitalen Arbeitsplatzes

Digitale Teams: Wie Kommunikation die Leistung fördert

Nicht nur die Agenturszene beschäftigt sich mit digitaler Zusammenarbeit. Auch in der Wissenschaft setzen sich Forscherinnen und Forscher mit digitalen Teams auseinander. In der zweiteiligen Serie schreibt unsere Kollegin Franziska Schmid über die Ergebnisse ihrer berufsbegleitenden Masterarbeit zum Thema „Digitale Teams“. Teil 1 der Serie gibt einen Überblick, inwiefern Kommunikation zum Erfolg digitaler Teams beitragen kann. Im zweiten Teil der Serie geht es darum, welche kommunikativen Faktoren zum Erfolg bei der virtuellen Zusammenarbeit führen, und zusätzlich auch die Zufriedenheit der Teammitglieder verbessern.

1.   Eindeutige Kommunikationsregeln festlegen

Eigentlich selbstverständlich, und doch oft vernachlässigt: Gerade bei digitaler Zusammenarbeit ist es wichtig, dass klare Kommunikationsregeln vereinbart werden. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollten die Regeln schon vor Beginn feststehen. Akzeptanz schafft zudem, wer die Regeln gemeinsam mit den Beteiligten erarbeitet. Wer die Leistung der digitalen Zusammenarbeit steigern will, sollte zu folgenden Fragen eine Antwort finden:

  • Wann und auf welchem Kanal findet die regelmäßige Besprechung statt?
  • In welcher Situation wird welcher Kommunikationskanal verwendet?
  • Auf welche Kommunikationsetikette können wir uns einigen?

2.   Regelmäßige digitale Meetings

Kann sich ein Team nicht physisch treffen, ist ein regelmäßiger digitaler Austausch notwendig. Wichtig ist, dass die Teammitglieder nicht nur der Form halber online zusammenkommen. Daneben muss ein Meeting vorbereitet, strukturiert und nachbereitet werden. Während dabei alle Teammitglieder gefragt sind, liegt die Leitung der Meetings meist in der Hand einer einzelnen Person. Sie ist verantwortlich, alle kontinuierlich einzubeziehen und die Besprechungen so zu moderieren, dass sich jeder ausgewogen einbringt.

3.   Video statt nur Text & Ton

Es gibt Inhalte, die am besten per E-Mail kommuniziert werden. Und es gibt Situationen, in denen Videochat die beste Wahl ist. Letzteres gilt beispielsweise, wenn gemeinsam kreative Ideen entwickelt werden. Das funktioniert am besten in Echtzeit, und wenn neben der Tonspur auch ein Bewegtbild übertragen wird. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kamen außerdem zu dem Ergebnis, dass auch wichtige Entscheidungen zusätzlich über Videochat kommuniziert werden sollten. So behalten sie die Teammitglieder besser in Erinnerung, als wenn sie davon ausschließlich per E-Mail erfahren.

Was außerdem für digitale Teamarbeit noch wichtig ist:

  • Gegenseitiges Vertrauen. Kommunikation unterstützt das, indem immer offen und eindeutig kommuniziert wird.
  • Sichtbar gemachter Fortschritt. Auch das fällt in den Bereich der Kommunikation und kann mit technischen Hilfsmitteln abgebildet werden.
  • Schulungsmöglichkeiten: Nicht jedes Teammitglied kennt sich gleich gut mit digitalen Kommunikationstools aus. Hier schaffen Schulungsangebote Abhilfe.

Die eben angesprochenen Punkte wirken auf den ersten Blick vielleicht profan, doch geht in der täglichen Arbeitsroutine oft viel verloren. Und in der Regel dauert es Stunden oder teilweise deutlich länger, bis beispielsweise gemeinsame Kommunikationsregeln festgelegt, oder das ideale Tool zum Abbilden des Teamfortschritts gefunden ist. Zu guter Letzt liegt es auch an der Disziplin jedes einzelnen, sich die Kommunikationstipps immer wieder in Erinnerung zu rufen, und sich zum Beispiel wieder konsequenter der Vor- und Nachbereitung der Meetings zu widmen. Hier heißt es, einen langen Atem zu bewahren und lieber kleine Erfolge zu feiern, statt auf Anhieb alles zu perfektionieren.

Die eben aufgelisteten Tipps sind anhand einer Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Forschung zu digitalen Teams entstanden. Mehr zum Thema und den zugrundeliegenden Untersuchungen gibt es bei unserer Kollegin Franziska Schmid. Wer jetzt neugierig geworden ist, liest am besten gleich weiter. Im zweiten Teil der Serie geht es um die Frage, welche der Faktoren zudem auch die Zufriedenheit der Teammitglieder fördern.

Foto: Firmbee.com / Unsplash

 

Künstliche Intelligenz macht PR überflüssig? Im Gegenteil! Gute Inhalte und ihre Platzierung in den richtigen Kanälen sind gerade im KI-Zeitalter wichtiger denn je.

Die rasante Verbreitung von Künstlicher Intelligenz auf Basis von Large Language Models hat die Art, wie wir Informationen suchen, massiv verändert. Wer wollte das bestreiten?

Doch spätestens, wenn es um die Frage geht, was das für die Unternehmens-Kommunikation bedeutet, gehen die Meinungen auseinander. Dass die KI nicht alles weiß, dass sie fehleranfällig ist und oft nur Standardantworten liefert, wo doch Spezialwissen und Kreativität gefragt wären, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Als erste Anlaufstelle für die Informationsbeschaffung ist sie dennoch nicht mehr wegzudenken. Darauf müssen sich Unternehmen und Organisation einstellen.

Die KI ist ein eifriger Zeitungsleser

Ein weit verbreiteter Irrtum in diesem Zusammenhang ist die Mär von der sinkenden Bedeutung klassischer Medien und damit auch von klassischer PR und Unternehmenskommunikation. „Wer bitte liest denn in Zeiten von KI noch die Zeitung?“ ist ein gern geäußerter Satz. Unsere Antwort darauf lautet stets: „Die KI tut es!“

Eine aktuelle Studie vom Dezember 2025 belegt den Zusammenhang mit Zahlen: Analysiert wurden über eine Million Links aus den Antworten von generativen KI-Systemen (u. a. Gemini, ChatGPT, Claude), um herauszufinden, welche Quellen sie zitieren und wie sich dies auf die öffentliche Wahrnehmung von Marken auswirkt. (“What is AI reading”, https://generativepulse.ai/report/).

Drei Treiber der Sichtbarkeit: Qualität, Aktualität, Autorität

Das Ergebnis: Qualitäts-Journalismus und unbezahlte Medien („Earned Media“) dominieren. Etwa 94 Prozent der von KI zitierten Links sind unbezahlt. Und ungefähr ein Viertel aller Zitate stammt direkt aus journalistischen Quellen.

Auch die Aktualität der Informationen ist enorm wichtig. KI-Modelle bevorzugen neue Quellen. Mehr als die Hälfte aller Zitate stammt aus den letzten zwölf Monaten. Die höchste Zitationsrate erzielen Inhalte innerhalb der ersten sieben Tage nach ihrer Veröffentlichung.

KI-Systeme berücksichtigen die Autorität einer Domain. Das können große, bekannte Seiten sein, aber auch branchenspezifische Nischen-Websites, die bei Fachthemen als maßgeblich gelten.

Sogar die oft totgesagte Pressemitteilung erlebt ein Revival: Die direkte Zitierung von Pressemitteilungen hat sich seit Juli 2025 verfünffacht.

Eigene Kanäle wie die Unternehmens-Website werden von der KI vor allem für spezifische, faktenbasierte Fragen herangezogen. Bei allgemeinen Entdeckungs- und Empfehlungsfragen dominieren jedoch die „Earned Media“.

Was bedeutet das nun für die Unternehmenskommunikation?

Erstens und ganz entscheidend: PR verliert durch KI nicht etwa an Bedeutung, ganz im Gegenteil: Sie wird wichtiger denn je. Relevante Informationen müssen von der KI gefunden und hoch gewichtet werden. Oder anders ausgedrückt: Wenn die KI nichts findet, spuckt sie auch nichts (Passendes oder Relevantes) aus.

Die Kommunikationsstrategie muss das berücksichtigen. Andernfalls riskiert sie, dass ihre Inhalte im schwarzen Loch der Informationsüberflutung untergehen. Wer also Kommunikation und PR vernachlässigt, findet in KI nicht statt und wird damit unsichtbar.

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