Blog-Beitrag

Private Equity: Nicht auf sich herum-„Trumpeln“ lassen – das US-Zollbeben ist eine Chance für erfolgreiche Kommunikation!

Donald Trumps Hauruckpolitik verursacht ein Dauerbeben am Kapitalmarkt. Wer jetzt in der Private-Equity-Branche also einfach nur stillhält, wird abgehängt – im Wettbewerb um Funding, Deals und Investorenvertrauen. Beteiligungs-Häuser, die sich auf den deutschen Mittelstand fokussiert haben, sollten die aktuellen Erschütterungen als Chance erkennen, um ihre Relevanz für die Wirtschaft zu unterstreichen.

Hier sind fünf Kommunikationsempfehlungen, die sofort Risiko aus Ihrem Geschäftsmodell als Eigenkapitalfinanzierer nehmen:

1.  Die Auswirkungen der US-Zölle auf das Portfolio darstellen

Wie ergeht es Ihren Eigenkapital-Assets? Private-Equity-Firmen sollten transparent darstellen, wie die Portfoliofirmen mit ihren spezifischen Risiken aus der US-Zollpolitik umgehen – zum Beispiel durch eine stärkere Entwicklung regionaler Märkte, durch Hedging-Strategien oder neue Lieferketten.
Zielgruppe: Investoren, Medien und Mitarbeitende.

2. Die Auswirkungen auf die eigene Investmentstrategie erklären

Wird jetzt alles anders? Ein eventuell geänderter Investmentfokus auf bestimmte Branchen oder Märkte muss nachvollziehbar werden. Kommunizieren Sie, ob Sie die momentanen Erschütterungen als vorrübergehendes Gewitter oder als „neues Normal“ einschätzen.
Zielgruppe: Investoren, potenzielle Targets, Portfoliofirmen.

3. Den Eigenkapitalbeitrag als Stabilitätsfaktor betonen

Gerade in Krisenzeiten kann das Beteiligungsgeschäft Mittelständlern langfristigen Halt geben – jenseits kurzfristiger Börsenschwankungen. Diese Rolle als Stabilisator des Rückgrats der deutschen Wirtschaft gehört ins Zentrum der Kommunikation.
Zielgruppe: Medien, Politik, potenzielle Targets, Investoren.

4. Europäische Werte als Gegengewicht akzentuieren

Private-Equity-Häuser sollten sich zur regelbasierten europäischen Wirtschaftsordnung, nachhaltiger Unternehmensführung und langfristiger Wertentwicklung bekennen – als Abgrenzung zu kurzfristigen geopolitischen Machtspielen der USA.
Zielgruppe: potenzielle Targets, Portfoliofirmen.

5. Die eigene Handlungsfähigkeit und Deal-Bereitschaft zeigen

Die Kommunikation sollte deutlich machen, dass das Geschäftsmodell von Private Equity anpassungsfähig und zukunftssicher ist. Trotz politischer Unsicherheiten: Wer zeigt, dass er bereit ist, weiterhin zu investieren, der unterstreicht seine Erwartung künftiger Rendite und vermittelt Loyalität zum Mittelstand, dem Fundament der deutschen Wirtschaftskraft.
Zielgruppe: Medien, Investoren, potenzielle Targets

Künstliche Intelligenz macht PR überflüssig? Im Gegenteil! Gute Inhalte und ihre Platzierung in den richtigen Kanälen sind gerade im KI-Zeitalter wichtiger denn je.

Die rasante Verbreitung von Künstlicher Intelligenz auf Basis von Large Language Models hat die Art, wie wir Informationen suchen, massiv verändert. Wer wollte das bestreiten?

Doch spätestens, wenn es um die Frage geht, was das für die Unternehmens-Kommunikation bedeutet, gehen die Meinungen auseinander. Dass die KI nicht alles weiß, dass sie fehleranfällig ist und oft nur Standardantworten liefert, wo doch Spezialwissen und Kreativität gefragt wären, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Als erste Anlaufstelle für die Informationsbeschaffung ist sie dennoch nicht mehr wegzudenken. Darauf müssen sich Unternehmen und Organisation einstellen.

Die KI ist ein eifriger Zeitungsleser

Ein weit verbreiteter Irrtum in diesem Zusammenhang ist die Mär von der sinkenden Bedeutung klassischer Medien und damit auch von klassischer PR und Unternehmenskommunikation. „Wer bitte liest denn in Zeiten von KI noch die Zeitung?“ ist ein gern geäußerter Satz. Unsere Antwort darauf lautet stets: „Die KI tut es!“

Eine aktuelle Studie vom Dezember 2025 belegt den Zusammenhang mit Zahlen: Analysiert wurden über eine Million Links aus den Antworten von generativen KI-Systemen (u. a. Gemini, ChatGPT, Claude), um herauszufinden, welche Quellen sie zitieren und wie sich dies auf die öffentliche Wahrnehmung von Marken auswirkt. (“What is AI reading”, https://generativepulse.ai/report/).

Drei Treiber der Sichtbarkeit: Qualität, Aktualität, Autorität

Das Ergebnis: Qualitäts-Journalismus und unbezahlte Medien („Earned Media“) dominieren. Etwa 94 Prozent der von KI zitierten Links sind unbezahlt. Und ungefähr ein Viertel aller Zitate stammt direkt aus journalistischen Quellen.

Auch die Aktualität der Informationen ist enorm wichtig. KI-Modelle bevorzugen neue Quellen. Mehr als die Hälfte aller Zitate stammt aus den letzten zwölf Monaten. Die höchste Zitationsrate erzielen Inhalte innerhalb der ersten sieben Tage nach ihrer Veröffentlichung.

KI-Systeme berücksichtigen die Autorität einer Domain. Das können große, bekannte Seiten sein, aber auch branchenspezifische Nischen-Websites, die bei Fachthemen als maßgeblich gelten.

Sogar die oft totgesagte Pressemitteilung erlebt ein Revival: Die direkte Zitierung von Pressemitteilungen hat sich seit Juli 2025 verfünffacht.

Eigene Kanäle wie die Unternehmens-Website werden von der KI vor allem für spezifische, faktenbasierte Fragen herangezogen. Bei allgemeinen Entdeckungs- und Empfehlungsfragen dominieren jedoch die „Earned Media“.

Was bedeutet das nun für die Unternehmenskommunikation?

Erstens und ganz entscheidend: PR verliert durch KI nicht etwa an Bedeutung, ganz im Gegenteil: Sie wird wichtiger denn je. Relevante Informationen müssen von der KI gefunden und hoch gewichtet werden. Oder anders ausgedrückt: Wenn die KI nichts findet, spuckt sie auch nichts (Passendes oder Relevantes) aus.

Die Kommunikationsstrategie muss das berücksichtigen. Andernfalls riskiert sie, dass ihre Inhalte im schwarzen Loch der Informationsüberflutung untergehen. Wer also Kommunikation und PR vernachlässigt, findet in KI nicht statt und wird damit unsichtbar.

Sie möchten mehr erfahren? Rufen Sie an.

Nach oben scrollen